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Positionen

Die Krise hat gezeigt, dass die digitale Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft deutlich größer ist, als viele dachten. Hier sieht man: Der Schlüssel zur vielbeschworenen digitalen Souveränität liegt in unserer Hand. Denn  Deutschland kann digital!

Digitale Souveränität bedeutet für uns die Fähigkeit, die digitale Transformation von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu gestalten. Sie setzt eine deutsche und europäische Digitalwirtschaft voraus, welche Hardware, Software und digitale Services für alle essenziellen Aufgaben und Bereiche der Digitalisierung bereitstellt. Dadurch sorgt digitale Souveränität für Wahlfreiheit im globalen Wettbewerb statt für Protektionismus und Abschottung.

Was brauchen wir, um unsere digitale Souveränität zu stärken?
1

Digitale Infrastruktur ausbauen

Wir benötigen zügig einen unbürokratischen und technologieoffenen Ausbau des Breitbandinternets. Egal, ob per Glasfaser, Mobilfunk oder Satellit – Unternehmen in Deutschland brauchen Konnektivität zu großen Datenmengen in Höchstgeschwindigkeit, um global wettbewerbsfähig zu bleiben. Die digitale Infrastruktur ist die Grundlage der digitalen Transformation und digitalen Souveränität. In diesem Sinne bekennen wir uns zu GAIA-X als vernetzter Datenstruktur für ein europäisches digitales Ökosystem.
2

Schlüsseltechnologien stärken

Deutschland sollte auch im digitalen Zeitalter führender Innovationsstandort bleiben, damit das Gütesiegel „Made in Germany“ auch auf digitalen Produkten weltweit für höchste Qualität und Sicherheit steht. Um Schlüsseltechnologien wie KI oder Blockchain zu stärken, sollten Fördermaßnahmen fokussierter und wettbewerbsfördernd eingesetzt werden. Der Staat sollte viel häufiger auf das Instrument der Regulatory Sandboxes setzen, dass es Unternehmen erlaubt, technologische Neuerungen und digitale Geschäftsmodelle in einer geschützten Testumgebung und für begrenzte Zeit unter Aufsicht zu erproben.
3

Digitale Geschäftsmodelle ermöglichen

Mit fortschreitender Digitalisierung haben deutsche Unternehmen immer stärker die Chance, digitale Geschäftsmodelle im B2B-Sektor für sich zu entscheiden. Dafür sind die Rahmenbedingungen entscheidend: Eine zeitgemäße Datenpolitik, die Anreize für Unternehmen schafft, Daten sicher und unter Beachtung des besonderen Schutzes personenbezogener Daten miteinander zu teilen; eine rechtssichere Ausgestaltung von Datenschutz und modernem Urheberrecht sowie bessere Interoperabilität durch Standardisierung in der IT.
4

Digitale Bildung fördern

Insbesondere sind wir überzeugt vom Ansatz des lebenslangen Lernens, um den Herausforderungen der digitalen Welt zu begegnen. Digitale Inhalte, insbesondere Informatik und Programmieren, müssen dafür bereits ab der Grundschule fester Bestandteil des Unterrichts werden. Weiterbildungsformate für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten zudem auf zeitgemäße digitale Lernplattformen zur Vermittlung von Zukunftsthemen setzen, die viele Anbieter schon heute bereitstellen.
5

Den Staat zum Vorreiter machen

Egal ob Blockchain, KI oder Open Data – der Staat sollte nicht nur die Rahmenbedingungen schaffen, sondern selbst eine Vorreiterrolle übernehmen und neue Technologien in seinen eigenen Verwaltungsvorgängen implementieren. Sein wertvoller Datenschatz kann für Unternehmen die Grundlage neuer Geschäftsmodelle und für die Wissenschaft neuer Forschungsmöglichkeiten sein. Nicht-personenbezogene Daten sollte er deshalb öffentlich zugänglich machen.